{"id":25,"date":"2026-09-05T11:19:02","date_gmt":"2026-09-05T11:19:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/?page_id=25"},"modified":"2026-09-05T11:45:10","modified_gmt":"2026-09-05T11:45:10","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/?page_id=25","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahre 1522 wurde in Glash\u00fctte von Berg- und Gesch\u00e4ftsleuten zum eigenen Schutz und zum Schutz der Silberbergwerke ein Verein gegr\u00fcndet. Dieser Knapp- und Sch\u00fctzenverein hatte die Aufgabe, die B\u00fcrger und das Eigentum der Glash\u00fctter, vor den zu dieser Zeit marodierenden Banden, die ihr Unwesen trieben, mit Waffen zu sch\u00fctzen. Bereits zu dieser Zeit wurden von diesen Sch\u00fctzengilden, welche auch in anderen Orten der Region bestanden, bei Volksfesten Vogelschie\u00dfen abgehalten.<\/p>\n<p>Im Jahre 1532 begnadigte der Wettiner Herzog Georg der B\u00e4rtige diese Knapp- und Sch\u00fctzengesellschaft mit einem ausdr\u00fccklichen Privilegium zu einem freien Vogelschie\u00dfen. Es nannte sich frei, da dies von den damals bestehenden Abgaben wie Tranksteuer u.a. entweder ganz oder zum gr\u00f6\u00dften Teil befreit war. Der Sch\u00fctzenk\u00f6nig erhielt eine bestimmte Menge Freibier und genoss bis zu seiner Abl\u00f6sung Steuerfreiheit!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-36 alignright\" src=\"https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/herzog_georg-200x300.png\" alt=\"\" width=\"343\" height=\"515\" srcset=\"https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/herzog_georg-200x300.png 200w, https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/herzog_georg.png 372w\" sizes=\"auto, (max-width: 343px) 100vw, 343px\" \/><\/p>\n<p>Somit ist das offizielle Gr\u00fcndungsjahr unserer \u201ePrivilegierten Sch\u00fctzengesellschaft zu Glash\u00fctte Sachsen e.V.\u201c das Jahr 1532.<\/p>\n<p>Das Sch\u00fctzenfest wurde in Glash\u00fctte ein Volksfest und\u00a0seit der Gr\u00fcndung im Jahre 1532 auf dem sogenannten H\u00fcttenplane (der heutigen Festwiese) abgehalten, wobei auch sp\u00e4ter noch Herzog Georg der B\u00e4rtige oft an diesem Ereignisteilnahm.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Jahr 1532 schenkte er der Privilegierten Sch\u00fctzengesellschaft zur Gr\u00fcndung eine silberne doppelte \u201eVogel-K\u00f6nigskette\u201c. An dieser hing ein gro\u00dfer silberner Vogel, der auf dem Kopf ein vergoldetes Kr\u00e4nzchen, in den Augen Rubine, auf der Brust einen Pfeil, im Schnabel Schl\u00e4gel und Eisen hatte und mit beiden F\u00fc\u00dfen auf einem Ast stand, an dem einige vergoldete Schilde hingen. Auch einen kunstvoll gestalteten Marschallstab schenkte er dem Verein.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren von 1532 bis 1618 erfreute sich der Verein einer ungest\u00f6rten Entwicklung. So wurde die Sch\u00fctzenkette auf Grund der j\u00e4hrlich durchgef\u00fchrten und den vom jeweiligen Sch\u00fctzenk\u00f6nig gestifteten silbernem Anh\u00e4ngeschild ein immer gr\u00f6\u00dferer Wert. Auch der nachfolgende Landesherr Kurf\u00fcrst Moritz, sch\u00fctzte und f\u00f6rderte die Sch\u00fctzengesellschaft.<\/p>\n<p>Durch den von 1618 bis 1648 hereinbrechenden 30-j\u00e4hrigen Krieg kam auch \u00fcber unsere Stadt bittere Not und Armut. Durch Kriegsgr\u00e4uel, Seuchen, brandstiftene und mordende herumziehende Horden wurde die Bev\u00f6lkerung unseres Gebietes auf das \u00c4rgste in Not gebracht. Bewundernswert ist, dass trotzdem von den Angeh\u00f6rigen des Sch\u00fctzenvereines viele einzigartige kirchliche Gegenst\u00e4nde und auch die wertvolle \u201eVogel-K\u00f6nigskette\u201c in den Sch\u00e4chten der Silberbergwerke verborgen und somit\u00a0gerettet werden konnten.<\/p>\n<p>Erst im Jahre 1676 wurde in Glash\u00fctte wieder ein Vogelschie\u00dfen abgehalten. Finanziell bestand f\u00fcr die Sch\u00fctzengesellschaft in dieser Zeit eine so gro\u00dfe Not, dass sie dadurch leider gezwungen war 65 silberne K\u00f6nigsschilde der Sch\u00fctzenkette zu verkaufen.<\/p>\n<p>Auf Grund von Kriegswirren von 1677 bis 1709 sind aus dieser Zeit keine \u00dcberlieferungen bekannt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-42 alignleft\" src=\"https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/gruppenbild-300x213.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/gruppenbild-300x213.jpg 300w, https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/gruppenbild.jpg 436w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Erst 1710 wird wieder von einem gro\u00dfen K\u00f6nigsvogelschie\u00dfen berichtet. Dieses Fest ging drei Tage, wobei mit der Armbrust nach dem Vogel geschossen wurde. Kurz nach dem Fest gab es jedoch f\u00fcr die Sch\u00fctzengesellschaft ein sehr trauriges Ereignis. In der Nacht vom 24. zum 25. August 1710 drang w\u00e4hrend eines heftigen Gewitters der ber\u00fcchtigte Kirchenr\u00e4uber Lips Tullian in die Kirche von Glash\u00fctte ein und raubte aus der Sakristei neben vielen anderen Wertgegenst\u00e4nden die wertvolle silberne K\u00f6nigskette der Sch\u00fctzengesellschaft, welche zum Verkauf von ihm eingeschmolzen wurde. Lips Tullian wurde zwar am 8. M\u00e4rz 1715 vor Dresden-Neustadt enthauptet, die K\u00f6nigskette jedoch war f\u00fcr alle Zeit unwiederbringlich verloren.<br \/>\nAllm\u00e4hlich wurde durch Stiftungen von Mitgliedern, Sch\u00fctzenk\u00f6nigen und G\u00f6nnern eine neue Kette angeschafft.<\/p>\n<p>Bis 1747 wurde das Vogelschie\u00dfen mit Unterbrechungen j\u00e4hrlich durchgef\u00fchrt. Im Jahr 1608 wurde erstmalig mit der B\u00fcchse auf den Vogel geschossen. Trotz Kriegen und wirtschaftlichen N\u00f6ten schafften es unsere Vorfahren immer wieder, die Privilegierte Sch\u00fctzengesellschaft am Leben zu erhalten und ihre Vogelschie\u00dfen abzuhalten.<\/p>\n<p>Im Jahre 1817 wurde der Sch\u00fctzenverein erstmals neu gegliedert. Aus dem uniformierten Teil der Sch\u00fctzengilde entstanden wegen ihrer Blauen Uniformr\u00f6cke die \u201eBlauen Sch\u00fctzen\u201c und die \u00e4lteren Herren bildeten die Honneur- oder Ehrensch\u00fctzen, welche auf Grund ihres schwarzen Festtagsrockes und Zylinder auch als \u201eSchwarze Sch\u00fctzen\u201c bezeichnet wurden.<\/p>\n<p>1868 wurde von Uhrenfabrikanten Moritz Gro\u00dfmann die Einf\u00fchrung einer neuen Einheit im Verein gegr\u00fcndet, den \u201eFreihand-Scharfsch\u00fctzen\u201c, den sogenannten \u201eGrauen Sch\u00fctzen\u201c. Mitglieder dieser Abteilung waren Fabrikanten wie z.B. Richard Lange und Gustav Gutk\u00e4s.<\/p>\n<p>Die traditionsreiche Geschichte des Vereines wurde 1939 wieder mal f\u00fcr eine sehr lange Zeit unterbrochen. Erst durch die NS-Regierung und sp\u00e4ter durch die DDR-Regierung wurden Sch\u00fctzenvereine verboten.<\/p>\n<p>Erst nach 60 Jahren, am 30.April 1992 wurde auf Anregung des damaligen B\u00fcrgermeisters Frank Reichel die \u201ePrivilegierte Sch\u00fctzengesellschaft zu Glash\u00fctte\/Sa. e.V. 1532\u201c auf einer Wiedergr\u00fcndungsversammlung erneut zum Leben erweckt. Die damaligen Gr\u00fcndungsmitglieder waren Walter Martin, Uwe Bahr, J\u00f6rg Schlaubke, Harry Lieber, Helfried Leipnitz, Alfred Schlaubke, Frieder Einhorn und Wolfgang Barthel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-43 alignright\" src=\"https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/vogelschiessen-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/vogelschiessen-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/vogelschiessen-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.xn--schtzenverein-glashtte-sachsen-6edq.de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/vogelschiessen.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Im gleichen Jahr wurde am 20. September, mit inzwischen 20 Mitgliedern, das erste Vogelschie\u00dfen nach alter Manier auf der Festwiese mit der Armbrust abgehalten. Auch eine Sch\u00fctzenkette wurde aus Ermangelung der alten Traditionskette nach altem Vorbild wieder angeschafft.<\/p>\n<p>Durch pers\u00f6nlichen Einsatz des Glash\u00fctter B\u00e4ckermeisters Joachim Lehmann, konnte die alte Vereinsfahne von 1812 wieder dem Verein zugef\u00fchrt werden. Herr Lehmann wurde daf\u00fcr Ehrenmitglied des Vereines. Als erstes Ehrenmitglied der Privilegierten Sch\u00fctzengesellschaft zu Glash\u00fctte\/Sa. wurde jedoch der B\u00fcrgermeister der Stadt Glash\u00fctte Frank Reichel f\u00fcr seine Gr\u00fcndungsinitiative aufgenommen. Als drittes Ehrenmitglied wurde der Dresdener Rainer Pfandke f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung bei der Neugr\u00fcndung aufgenommen. Viertes Ehrenmitglied war Alfred Schlaubke als Anerkennung f\u00fcr seine Dienste und Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Sch\u00fctzengesellschaft Glash\u00fctte.<\/p>\n<p>Somit kann man sagen, dass nach altem Brauchtum und Tradition mit der Wiedergr\u00fcndung ein aktives und geselliges Leben fortgesetzt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahre 1522 wurde in Glash\u00fctte von Berg- und Gesch\u00e4ftsleuten zum eigenen Schutz und zum Schutz der Silberbergwerke ein Verein gegr\u00fcndet. 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